Anlege Terminal Pier1

Anlege Terminal Pier1

Berlin Anlege Terminal Pier 1
Entwurf für ein Anlege Terminal 
Lage: im Historischen Hafen Berlin

Der Pier 1 funktioniert gleichzeitig als Schiffsanleger und öffentlich begehbarer Aussichtspunkt. Oben befindet sich die über eine Rampe jederzeit begehbare Plattform, von der aus man den gesamten Historischen Hafen überblicken kann. Über die zweite Rampe gelangt man ins Innere des Anlegepiers. Der Anleger bietet den Gästen des Hafens auf einer Grundfläche von 42 m² einen Aufenthaltsort und Warteraum. Er verfügt über Sitzgelegenheiten und einen Kiosktresen für den Fahrkartenverkauf.
In der Fassade ist ein Leuchtkasten integriert, der für Merchandise und Informationsmaterial rund um Hafen und Verein genutzt werden kann. Außerdem bietet der Anleger einen besonderen Panoramablick, da er sich mitten auf dem Wasser befindet und rundum verglast ist. Das gesamte Terminal ebenso wie die geräumige Toilette ist barrierefrei zugänglich, was unter allen Berliner Häfen eine alleinstehende Ausnahme wäre. Der Besuch von Veranstaltungen oder Ausstellungen auf den Vereinskähnen sowie das Mitfahren auf den Fahrgastschiffen ist somit allen Interessierten ausnahmslos ermöglicht.

Die Fahrgäste können die Boote kontrollierter betreten und verlassen ohne sich in die Quere zu kommen, da Ein- und Ausstieg getrennt voneinander stattfinden. Für den Bau des schwimmenden Anlegerterminals im „Historischen Hafen“ ist der Einsatz von Carbonbeton im Gieß- und Spritzverfahren angedacht. Dieser Schiffsanleger, mit der Bezeichnung „Pier 1 Mitte“ wird ein Pilotprojekt für die Anwendung von Carbonbeton. Dieses Bauwerk als schwimmende Struktur soll sowohl im Über- als auch im Unterwasserbereich aus Carbonbeton in Verbindung mit moderner Glasarchitektur hergestellt werden.

Besonders im Bereich des konstruktiven Bauens im Wasser ist ein Einsatz von Carbonbewehrung statt Stahlbeton eine qualitätsverbessernde und gewichtsreduzierende Alternative, die zu Materialeinsparungen von schwimmenden Auftriebskörpern führt, und es möglich macht, dass der untere Bereich von schweren Strukturen zusätzlich mit Beton versehen werden kann. Hieraus resultiert das positive Ergebnis, dass der Massenschwerpunkt der schwimmenden Betonstrukturen mit Carbonbeton sehr weit nach unten verlagert werden kann. Ein tiefer Massenschwerpunkt bietet eine hohe Garantie für eine gute Schwimmstabilität.

 

Schwimmsteg Riviera
Studie für einen Schwimmsteg mit Kurmuschel
Standort: Berlin Grünau

Designstudie zu der Neugestaltung der Uferpromenade an der Grünauer Regatta-Strecke und der Entwicklung des Gesamtareals „Riviera“ zur Seniorenwohnanlage. Hier soll ein maritimes Leuchtturmprojekt am Ufer der Dahme entstehen: Die erste Kurmuschel in Berlin.
Projektbeschreibung:
Vorgesehen ist ein multifunktionaler Schwimmsteg, der als Aussichtspunkt dient und eine Neuinterpretation der Kurmuschel darstellt. Als Aussichtspunkt gibt diese maritime Architektur beim Flanieren an der Uferpromenade einen prominenten Blick auf die historische Regattastrecke frei. Die Kurmuschel baut eine neuartige Interaktion mit den landseitigen Gegebenheiten, mit dem kleinen Park und dem denkmalgerecht sanierten Festsaal auf. Und bietet eine unkompliziert bespielbare Bühne für Klein-Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen.
Der Schwimmsteg ist einerseits als Bootsanleger für Sportboote nutzbar und besteht aus einem Stahlbeton-Grundkörper mit integrierten Schwimmkörpern, der von fachkundigen Schiffbau-Ingenieuren entwickelt und designed wird. Am Bootsanleger befindet sich eine öffentliche Ladestation für Elektrosportboote.

Die Standortsituation wird angemessen berücksichtigt: Je nach Strömungsgeschwindigkeit und Baugrundverhältnissen wird mit Pier-Ankern der Steg derart an der Uferkante befestigt, dass er die jahreszeitbedingten Schwankungen der Wasserlinie aufnehmen kann. Bei Bedarf sind zusätzliche Dalben mit Pfahlhalterungen vorgesehen. Die spezielle Dachkonstruktion – eine selbstaussteifende Hyperschale – wird mittels einer carbonbewährten Spritzbetonschale oder in Stahl realisiert und wird wie ein sehr filigranes Segel wirken.